10 gute Gründe gebrauchte Babykleidung zu kaufen + Tipps zum Kauf auf Babybörsen und eBay-Kleinanzeigen

Babykleidung ist sooo niedlich! Gerade als Mama im Nestbau-Modus kann man da in einen regelrechten Kaufrausch verfallen und schnell hunderte Euro ausgeben.
Shoppen – gerade für die eigenen Kinder – macht Spaß. Das steht für mich außer Frage. Und kündigt sich dann auch noch ein neuer Erdenbürger an, ist es gleich nochmal so schön.

Allerdings kann man sich die Glücksgefühle auch außerhalb der großen Babygeschäfte holen – und damit sogar noch jede Menge Geld sparen.

Aber nicht nur das. Es gibt noch viel mehr Gründe, die dafür sprechen, dass man Babykleidung (auch) gebraucht kauft.

10 Gründe für gebrauchte Babykleidung habe ich dir zusammengestellt.
Und ich verrate dir auch, welche Kleidungsstücke ich unter keinen Umständen gebraucht kaufen würde. – Und welche Erfahrungen ich selbst mit dem Kauf gebrauchter Babykleidung gemacht habe.

Bevor wir aber dazu kommen, einmal ganz schnöde Fakten.

Erstausstattung auf Marken-Niveau

Markenkleidung hat überwiegend einen guten Ruf.
Allerdings geht das auch richtig ins Geld. – Nicht umsonst gilt sie auch als Statussymbol.

Über welche Zahlen sprechen wir?

Für einen einzigen Babybody eines guten Markenunternehmens können mitunter 20-30€ fällig werden. Baby-Walz beispielsweise empfiehlt, 8 Wickelbodys zu haben – neben all den anderen Dingen, die man noch so „braucht“.
Nur die Bodys zusammengerechnet wären wir dann also schon bei 160-240€.
Nur. Für. Bodys!!!!

Wahnsinn!

Hinzu kommen noch Hosen, T-Shirts, Pullover, Jacken, Strumpfhosen, Schlafanzüge, Mützen, Decke…

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht. Aber mir bleibt da kurzzeitig die Spucke weg.

Natürlich gibt es auch günstigere Babykleidung. – Zum Beispiel immer wieder bei den einzelnen Discountern. Da liegen Bodys dann so um die 3-5€. Schon wesentlich günstiger.

Trotzdem ist es eine gute Idee, Babykleidung (auch) gebraucht zu kaufen.

Warum? Ich habe dir mal 10 Gründe zusammengetragen.

10 Gründe für gebrauchte Babykleidung – Übersicht

  1. Nachhaltigkeit Es müssen keine neuen Kleidungsstücke produziert werden.
  2. Herstellungskosten Da keine neuen Kleidungsstücke produziert werden müssen, fallen dafür auch keine Kosten an.
  3. Wasserverbrauch Da keine neuen Kleidungsstücke produziert werden müssen, wird auch kein neues Wasser für die Produktion verbraucht.
  4. Schadstoffe In der Regel wurde gebrauchte Babykleidung schon mehrfach gewaschen. Somit enthält sie so gut wie keine Schadstoffe mehr.
  5. Tragedauer Gerade Babys wachsen so schnell, dass einige Kleidungsstücke nur extrem selten getragen werden.
  6. Neuwertigkeit Da Babykleidung oft nur weniger Male getragen wird, ist sie auch gebraucht noch wie neu.
  7. Beschädigungen oder Verschmutzungen sind weniger ärgerlich Hand auf’s Herz: Ein Body, der ein Loch hat oder durch irgendetwas nachhaltig verschmutzt wurde, ist kein Weltuntergang. Aber es ist weniger ärgerlich, wenn er günstig war.
  8. Kontakte / Erfahrungsaustausch Gerade auf örtlichen Babybörsen oder bei privatem Erwerb ist es möglich, zumindest eine kurze Unterhaltung mit anderen Mamis zu führen oder im besten Fall Kontakte auf- und auszubauen.
  9. Unterstützung anderer Mamis Wir alle sitzen im gleichen Boot: Das Elterngeld entspricht nicht unserem ursprünglichen Gehalt. Da ist es schön, wenn „wieder was rein kommt“. – Deine Ausgaben für gebrauchte Babykleidung kommen direkt anderen Mamas und ihren Familien zugute.
  10. ordentlich sparen Last, but not least: Es ist so unfassbar günstig!

Natürlich gibt es zu den einzelnen Punkten noch einiges mehr zu sagen. Deswegen habe ich dir im Folgenden die entsprechenden Hintergrundinfos zusammengestellt.

Grund 1: Nachhaltigkeit

gebrauchte Babykleidung ist nachhaltig

Was bedeutet es eigentlich, nachhaltig zu handeln? Ich finde, jeder hat eine irgendwie schwammige Idee davon. Aber was bedeutet Nachhaltigkeit in Bezug auf gebrauchte Babykleidung?

Auf der Seite von bund.net findet sich dazu Folgendes:

Eine „nachhaltige Entwicklung“ zielt darauf ab, verantwortungsbewusst mit den endlichen Ressourcen umzugehen, damit heutige und künftige Generationen weltweit ein Leben in Würde […] führen können. Kernelemente sind dabei […] die Anerkennung der ökologischen Grenzen des Wirtschaftens.

https://www.bund.net/ueber-uns/nachhaltigkeit/

Verantwortungsbewusst, endliche Ressourcen, künftige Generationen, ein Leben in Würde, ökologische Grenzen des Wirtschaftens – das sind für mich ganz klar die Kernelemente in dieser Aussage.

Gerade als Mutter empfinde ich es als meine Aufgabe, Verantwortung zu übernehmen und nicht nur für mich zu denken, sondern auch an die Zukunft meiner Kinder. Denn ich möchte, dass auch sie noch in einer Welt leben können, in der es ihnen gut geht. In der sie sich entfalten können. In der sie keine Angst haben müssen, lebensnotwendige Ressourcen vielleicht nicht mehr zu erhalten.

Leider gehört das heute schon für viele Kinder in anderen Teilen der Welt NICHT mehr zu einem „normalen“ Leben dazu. – Und auch hier kann man – jedenfalls ein Stück weit – Verantwortung übernehmen.

Dazu könnte ich noch so viel mehr schreiben, aber das ist was für einen eigenen Beitrag.

Wie kann aber jeder einzelne dazu beitragen, nachhaltig zu handeln?

Dazu sind gar keine großen Gesten oder teure Anschaffungen nötig. Dazu muss nicht ein Leben komplett auf den Kopf gestellt werden. Dazu sind keine selbstgeißlerischen Einschränkungen nötig.

Nein! Man kann klein anfangen. Ein bisschen was tun ist besser, als gar nichts tun. Und gerade als Neu-Mama hat man hier eine Möglichkeit: Babykleidung (auch) gebraucht kaufen.

Somit werden keine neuen Ressourcen verbraucht. Und alle Prozesse, die damit zusammenhängen bleiben aus.

Grund 2: Herstellungskosten

Die Herstellungskosten gebrauchter Babykleidung entfallen

Der Grund „Herstellungskosten“ klingt erstmal ziemlich abstrakt. Vielleicht hast du – wie ich – eine Vorstellung von „ein T-Shirt zu produzieren kostet ein paar Cent und ich zahle dann hier ein Vielfaches, um es besitzen zu dürfen“.

Meiner Ansicht nach gehört aber noch viel mehr zu den Herstellungskosten von Kleidung. Nämlich die Kosten, die einem zuerst nicht einfallen. Die Kosten, die auch gerne verschwiegen werden. Die Kosten, die unangenehm sind. Von denen man eigentlich nichts hören will. Weil man nicht will, dass es so ist.

Aber es nützt nichts: Es ist so. Wir können das ignorieren. Davon geht es aber nicht weg.

Um welche Kosten handelt es sich?

Ganz grundsätzlich würde ich das unterteilen in Umweltverschmutzung und Armut.

Autsch!

Wie gesagt: Nicht schön. Nichts, was man hören will. Und trotzdem nicht wegzudiskutieren. Leider!

Wenn du das nicht lesen möchtest, empfehle ich dir, zu Grund 5 zu springen und diesen und den folgenden Grund auszulassen.

Konventionell hergestellte Kleidung trägt dazu bei, dass in den Produktionsländern Flüsse verschmutzen, weil die Fabriken die Abwässer – inklusive der Giftstoffe – einfach so in die Flüsse leiten. Und diese Giftstoffe finden sich dann im Trinkwasser der dortigen Bevölkerung.

Hinzu kommt, dass die Arbeiter und Arbeiterinnen diesen Giftstoffen während des Produktionsprozesses ausgesetzt sind.

Die Textilindustrie insgesamt verursacht jährlich einen höheren CO-2-Ausstoß als Flug- und Schiffsverkehr zusammen.

Das alles kannst du ganz einfach vermeiden: Indem du Babykleidung (auch) gebraucht kaufst. Der ganze Produktionsprozess für die süßen Bodys und Co. wird gar nicht erst in Gang gesetzt.

Grund 3: Wasserverbrauch

gebrauchte Babykleidung braucht kein neues Wasser

Wasser ist eine unserer kostbarsten Ressourcen.
Richtig gelesen: Wasser! Nicht Silber. Nicht Gold. Nicht seltene Erden oder Sonstiges.

Pures, reines, klares Wasser! Ohne Wasser sind wir nichts. Ohne Wasser können wir maximal drei Tage überleben.

Wusstest du, dass für die Herstellung eines T-Shirts knapp 2.300 Liter Wasser verbraucht werden?

Weißt du, wie viel Wasser du in etwa pro Tag selbst verbrauchst?
Ich sage es dir: durchschnittlich 122 Liter.

Das bedeutet: Ein neues T-Shirt oder ca. 19 Tage (!) duschen, Essen kochen, Wäsche und Hände waschen…

Grund 4: Schadstoffe

gebrauchte Babykleidung enthält keine Schadstoffe mehr

Konventionell hergestellte Textilien – auch Baby- und Kinderkleidung enthält bedenkliche Schadstoffe. Eingesetzt werden bis zu 3000 verschiedene Chemikalien.

2018 wurden von Ökotest 21 Kinderjeans getestet. In 10 (!) fanden sich krebserregende Stoffe.

Grund 5: Tragedauer

Babykleidung wird nur kurze Zeit getragen

Generell kannst du davon ausgehen, dass die Kleidergrößen bei Neugeborenen ziemlich schnell wechseln. Im Schnitt wachsen die Kleinen in dieser Zeit bis zu 1cm pro Woche. Je nach Geburtsgröße kommst du mit einer 50/56 bzw. 56 also über den Daumen gepeilt einen Monat hin.
Hast du ein Baby, das durchschnittlich spuckfreudig ist, brauchst du auch nicht jeden Tag die Kleidung wechseln.
Deine acht Bodys können also für zwei Wochen reichen. Selbst wenn sie nur für eine reichen: Anziehen wirst du jeden einzelnen insgesamt vielleicht 2-6 mal. Das gleiche gilt für alle anderen Kleidungsstücke.

Das kannst du jetzt von zwei Seiten betrachten: Kosten und Nutzen. Diese erläutere ich dir in Grund 6 (Nutzen) und in Grund 10.

Grund 6: Neuwertigkeit

gebrauchte Babykleidung ist oft wie neu

Die Nutzenseite

Da Babys ihre Kleidung anfangs wirklich selten tragen, bedeutet das, dass sie auch kaum abgenutzt ist. In der Regel bekommst du gebrauchte Babykleidung in einem so guten Zustand, dass du gar nicht wirklich merkst, dass sie gebraucht ist.

Die einzigen Unterschiede: Das nette Lächeln der Verkäuferin fehlt. Die neuen Sachen werden nicht in Seidenpapier und exklusive Papiertüten verpackt. Das nette Ambiente im Laden fehlt.

Grund 7: Beschädigungen sind weniger ärgerlich

geht gebrauchte Kleidung mal kaputt, ist das gar nicht so schlimm

Es bleibt leider nicht aus: Auch Babykleidung hat manchmal kleine Löcher oder Flecken, die einfach nicht wieder verschwinden wollen. Das kann übrigens auch bei Markenkleidung passieren!
Die Löcher kann man sich meistens gar nicht so genau erklären, aber irgendwie schleichen sie sich doch manchmal ein.
Und spätestens mit dem ersten Karottenbrei stehen Flecken an der Tagesordnung.
Natürlich lassen sich die meisten Flecken wieder entfernen. Aber einige halten sich eben hartnäckig.

Natürlich ist das kein Grund, der den Tag zu einem schlechten machen sollte. Ärgerlich ist es aber trotzdem.
Ein bisschen weniger ärgerlich allerdings, wenn es sich um gebrauchte Babykleidung handelt.

Grund 8: Kontakte / Erfahrungsaustausch

Kontakte knüpfen

Babybörsen und Kleinanzeigen sind ganz sicher nicht die erste Adresse für neue Mami-Kontakte. – Aber auch nicht zu unterschätzen.
Gerade bei der Abholung von Sachen bei einer einzelnen Mami kommt gerne mal ein kurzes – oder längeres – Gespräch auf.
Und auch auf Börsen wird gerne geplaudert. – Meistens gibt es dort auch Kaffee und Kuchen, bei dem man das Gespräch noch etwas ausbauen kann.
Die Kontakte sind immer abwechslungsreich und meiner Ansicht nach auch immer gewinnbringend.
Und wenn du nur die eine Mami aus dem Geburtsvorbereitungskurs fragst, wie es ihr geht…

Grund 9: Unterstützung anderer Mamis

gebrauchte Babykleidung kaufen kommt direkt anderen Mamis und ihren Familien zugute

In der Regel beläuft sich das Elterngeld auf 65-67% des letzten Jahres-Durchschnitts-Gehalts. Das kann ziemlich wenig sein. Und auch nach der Elternzeit entscheiden sich viele Mamis, nicht wieder voll zu arbeiten. Finanziell kann es da mal eng werden. Oder knapp. Oder einfach nur anders, als in der Vor-Kinder-Zeit.

Wie schön ist es, gerade dann den ein oder anderen Euro mehr für Geschenke oder anderes zur Verfügung zu haben, um den Kindern eine (etwas größere) Freude zu machen.

Genau dabei hilfst du einer anderen Mami, wenn du Kleidung gebraucht kaufst. Das Geld fließt in der Regel komplett (auf Babybörsen fast komplett) an die jeweiligen Mamis.

Ich denke, das ist ein großartige Form der gegenseitigen Unterstützung und zudem eine absolute Win-Win-Situation.

Und wenn dich diese neun Gründe noch nicht vollends von gebrauchter Babykleidung überzeugt haben, dann hier Grund 10. Der Grund, aus dem ich von Anfang an so viel gebraucht gekauft habe.

Grund 10: Du kannst ordentlich sparen

Kaufst du gebrauchte Babykleidung, freut sich dein Sparschwein

Gebrauchte Babykleidung ist einfach so günstig! Oft bekommst du Bodys für 0,50-1€ (Babybörsen) bzw. 2-3€ (private Kontakte / Kleinanzeigen), Leggings für um die 1€ usw.
Ich bin oft von einer Babybörse mit einer randvollen großen Ikea-Tasche nach Hause gekommen und hatte gerade mal 35-50€ ausgegeben.

Wie in „Grund 5: Tragedauer“ schon angedeutet, hier der Vergleich von Marken- und gebrauchtem Body im Verhältnis zur Tragedauer.

Die Kostenseite

Nehmen wir der Einfachheit halber mal den Durchnschnittspris von Marken- und Discounterbody, denn die wenigstens werden ausschließlich Markenkleidung für ihr Baby besorgen.
Dafür gehe ich von 20€ für einen Marken- und 4€ für einen Discounterbody aus. Sind also durchschnittlich 12€ pro Body. Und damit immer noch irgendwie viel. (Aber ich habe da auch eine verzerrte Wahrnehmung, da ich von Anfang an viel gebraucht gekauft habe…)
Diesen Durchschnittsbody für 12€ ziehst du deinem Baby 2-6 mal an. Macht 2-6€ pro Mal, das er getragen wird.

Für einen gebrauchten Babybody auf einer Babybörse zahlst du im Schnitt ca. 0,50-2€. Rechnest du die Kosten nun auf die 2-6 mal Tragen um, kommst du auf 0,09€-0,50€ bzw. 0,34€-1€.

Werden die Sachen von den Geschwisterchen weiter getragen, halbieren / dritteln / vierteln sich die Kosten nochmal.

Welche Babykleidung ich niemals gebraucht kaufen würde

Zehn gute Gründe, Babykleidung (auch) gebraucht zu kaufen. Ich persönlich fand sie so überzeugend, dass ich von Anfang an meinen Fokus auf Börsen und Co. statt Babyausstatter gelegt habe.

Bei all den positiven Dingen gibt es dennoch gewisse Kleidungsstücke, die ich nie, nie, niemals, nie gebraucht kaufen würde. Das mag zum einen kopfbedingt sein, zum anderen aber auch gesundheitlich.

Ich sage es ganz klar: Unterwäsche gehört für mich nicht in die Kategorie „gebraucht kaufen“. – Auch wenn sie gut gepflegt wurde. Auch wenn ich sie bei 60 oder 90 Grad waschen würde. Nein. Das ist für mich persönlich ein absolutes No-Go.

Es gibt aber noch ein Kleidungsstück, dass ich meinen Kindern nicht gebraucht kaufen würde. Und das hat tatsächlich gesundheitliche Gründe.

Ich spreche von herkömmlichen Schuhen.

Jeder Fuß ist individuell. Und so passt sich auch jeder Fuß individuell dem Schuh an. Zudem müssen die Fußmuskeln der Kleinen erst noch ausgebildet werden. Ein schon durch einen anderen Kinderfuß vorgeformter Schuh würde hier wahrscheinlich eher schaden.

Grundsätzlich sollten unsere Kinder auch so lange wie möglich barfuß laufen. Wenn es dann doch Schuhe sein müssen, würde ich auf Barfußschuhe zurückgreifen.

Ganz viele Informationen zu dem Thema findest du auf Instagram bei @kinderphysiotherapiemaike.

Gebrauchte Babykleidung kaufen – aber wo?

Als angehende Neu-Mami war mir klar, dass ich überwiegend gebrauchte Babykleidung kaufen will. Die Reduzierung von Schadstoffen in der Kleidung standen dabei für mich an erster Stelle – gefolgt von den Kosten, die auf mich zukommen würden.

Die Frage war nur: Wo bekomme ich die her?

gebrauchte Babykleidung findest du auch auf Flohmärkten

Am einfachsten ist es wohl, wenn man selbst Geschwister oder andere Verwandte hat, die einem ihre eigenen Babysachen weitergeben. Das Tolle daran: Du weißt ganz genau, wo die Sachen herkommen und wie mit ihnen umgegangen wurde. – Außerdem kannst du deinem eigenen Baby dann den Body anziehen, den du bei deinem Neffen oder deiner Nichte schon soooo niedlich fandst.

Es gibt aber noch allerhand andere Möglichkeiten, an gebrauchte Babykleidung zu kommen.

Tipps zum Kauf gebrauchter Babykleidung auf Babybörsen und bei eBay-Kleinanzeigen

Da meine Schwester bereits vor vier Jahren ihr letztes Kind bekommen hatte und zum gleichen Zeitpunkt wieder schwanger war wie ich, fiel diese Option größtenteils aus. – Wir sind kurzerhand gemeinsam auf Schnäppchenjagd gegangen. – Und zwar auf unseren örtlichen Börsen.

Babybörsen

Babybörsen gibt es eigentlich überall. In der Regel 2x im Jahr: Anfang des Jahres für die Sommerkleidung und im Herbst für die Winterkleidung. – Jedenfalls hier bei uns.

Die Babybörsen kannte ich noch aus meiner Kindheit, weil unsere Mutter auch oft mit uns da war. – Als wir alt genug waren, durften wir uns sogar immer selbst etwas aussuchen.

Auf Babybörsen gibt es ein riesengroßes Angebot – sowohl an Markenkleidung als auch an No-Name-Produkten. Und neben Kleidung in der Regel auch Spielzeug und weitere Babyausstattung.

Allerdings hat jede Börse auch ihre eigenen Regeln. So bekommst du z.B. auf einigen Börsen keine Bodys.

Zugangsbeschränkungen auf Babybörsen

Auch die Zugangsregeln gestaltet jedes Börsenteam anders. Ich kenne Börsen, da darfst du nur mit Mutterpass rein und maximal eine Begleitperson mitbringen.

Auf anderen Börsen gibt es am Abend vor dem eigentlichen Termin ein VIP-Shopping. Das bedeutet, du darfst schon mal vor allen anderen shoppen, wenn du jemanden vom Team kennst und diejenige dir eine VIP-Karte überlässt. – Das erklärt dann auch das geringe Angebot an Markenkleidung am eigentlichen Verkaufstag. – Die „guten“ Sachen sind dann meistens schon weg. – Aber keine Angst: Auch No-Name-Babykleidung kann richtig süß sein. – Nur oft nicht so individuell. Was letztlich nur dich stören dürfte

Und noch eine dritte Variante habe ich kennengelernt. Börsen, auf denen es sogenannte VIP- und Kuchenkarten gibt. Die VIP-Karten funktionieren wie das VIP-Shopping. Nur findet eben eine Zugangskontrolle statt. Bei den Kuchenkarten gibt es im Tausch gegen einen selbst gebackenen Kuchen früheren Zugang zur Börse.

Meiner Erfahrung nach können sich solche Kuchenkarten wirklich lohnen. Zum einen ist die Börse nicht so voll wie zur regulären Öffnungszeit, zum anderen kannst du wirklich noch richtig gute Sachen ergattern. – Gerade wenn es um Spielzeug oder Babyausstattung geht, ist das großartig. –

Und noch etwas: Auf meisten Börsen ist der Platz nicht sehr üppig bemessen. Deshalb darfst du die Börse in der Regel nicht mit einem Kinderwagen betreten. Wenn du dein Baby mitnehmen möchtest, trag es in deiner Trage. So kannst du in Ruhe stöbern und dein Schatz die Gelegenheit für ein Nickerchen nutzen.

Und wenn ich kein VIP und auch keine Kuchentante bin?

Was die Kleidung angeht, kann ich sagen: Wenn du auf großen Börsen zur regulären Öffnungszeit da bist, kannst du immer noch tolle Stücke finden. Denn oftmals gibt es wirklich so viel, dass die einzelnen Stapel gar nicht bis ganz nach unten durchgesehen werden. Und da kann sich dann durchaus noch was Schönes verbergen.

Ein guter Tipp für große Börsen: Geh kurz vor Schluss hin. Nimm dir eine bis 1,5 Stunden Zeit. Du brauchst wirklich nicht gleich zum offiziellen Start da sein. Oft bilden sich dann ewig lange Schlangen. Der Andrang ist enorm. Wenn du hingegen kurz vor Schluss gehst, sind die meisten schon wieder auf dem Heimweg und du kannst ganz in Ruhe stöbern.

Nun aber zur Kleidung, die du auf einer Börse finden kannst.
Grundsätzlich ist es nicht gestattet, veraltete Babykleidung zu verkaufen. Du wirst also keine Strampler aus den 80er Jahren finden. Diese Sorge ist unberechtigt. Du bekommst aktuelle Sachen, die du so oder so ähnlich auch in Läden finden würdest.

Du solltest die Kleidung allerdings auf Flecken und Löcher prüfen. Auch wenn das Gedränge groß ist. Zwar ist die Babykleidung auf Börsen wirklich gut sortiert und man findet nur sehr wenige kaputte oder beschmutzte Stücke, aber auch dem Börsenteam geht mal was durch die Lappen.
Wenn es dich stresst, dass die nächsten Mamis schon drängeln, weil sie auch schauen wollen, was vor dir liegt, dann pack das entsprechende Kleidungsstück erstmal ein, such dir am Ende deines Rundgangs eine stille Ecke und schau dir jedes einzelne Stück nochmal an. Was dir dann doch nicht gefällt, beschmutzt oder beschädigt ist, kannst du an seinen Platz zurücklegen bzw. gleich ans Börsenteam geben.

Was du vor dem Besuch einer Babybörse beachten solltest

Auch wenn die gebrauchte Babykleidung auf Börsen überwiegend extrem günstig ist: auch hier kannst du jede Menge Geld ausgeben. – Es ist ja alles so günstig!
Auch hier kannst du in einen regelrechten Kaufrausch verfallen. – Und hinterher mehr mit nach Hause nehmen als du jemals brauchen wirst. Deswegen:

Mach dir einen Plan

Überleg dir vorher, welche Größen du kaufen möchtest. Und vor allem: was du kaufen möchtest. Es nützt dir wenig, viele Bodys mitzunehmen, aber keine einzige Hose zu haben. – So ging es mir nach meiner ersten Börse.
Etwas kopflos habe ich einfach die Dinge gekauft, die ich süß fand – um dann zu Hause festzustellen, dass mir Hosen fehlen! Kein Drama, aber doch irgendwie ärgerlich.

Mit einem Plan wird das Einkaufen leichter: Zum einen sparst du Zeit, weil du viel gezielter Vorgehen kannst, zum anderen bringst du auch wirklich das nach Hause, was du sehr wahrscheinlich brauchen wirst.
Wenn du unsicher bist, frag Freundinnen, deine Schwester, deinen Bruder, andere Verwandte oder auch deine Hebamme, zu was sie dir raten würden. Oder orientiere dich an Erstaustattungslisten.

Und vergiss nicht, dir eine (große) Einkaufstüte mitzunehmen. Sonst musst du alles über dem Arm tragen. Bewährt hat sich bei mir eine große Ikeatasche.

Setz dir ein Budget

Bevor du auf einer Börse einkaufst, solltest du dir überlegen, wie viel Geld du maximal ausgeben möchtest. Und daran solltest du dich dann nach Möglichkeit auch halten. Denn wie gesagt: auch hier kannst du in einen Kaufrausch verfallen.
Das gute für’s Budget auf Börsen: Mehr als du im Portemonnaie hast, kannst du nicht ausgeben. Ich habe es noch auf keiner Börse erlebt, dass man anders als bar zahlen konnte.

Denk beim Budget auch an Kaffee und Kuchen nach deiner Shopping-Runde. Zum einen kannst du mit deinem Kuchenkauf das Börsenteam unterstützen und zum anderen ist es total schön, einfach noch mal mit der anderen Mutti aus dem Vorbereitungskurs oder der Babygruppe zusammen zu sitzen und zu quatschen.

eBay-Kleinanzeigen

Auch über eBay-Kleinanzeigen kannst du tolle gebrauchte Babykleidung finden. Und das Gute: du kannst gezielt nach bestimmten Marken oder auch Kleidung in deiner Nähe schauen.

Wenn du ein schönes Stück in deiner Nähe – oder vielleicht direkt in deinem Wohnort – findest, kannst du es persönlich abholen. Das hat den Vorteil, dass du nochmal genau gucken kannst, ob wirklich alles in Ordnung ist. Kaufst du Kleidung von weiter weg und lässt sie dir zuschicken, musst du dich auf die Beschreibung des Anbieters verlassen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass du manchmal noch viel mehr bekommen kannst, wenn du das möchtest. Eine der Mamis, denen ich etwas abgekauft habe, war gerade dabei, die Babykleidung für eine Börse vorzubereiten. Viele der Sachen hatte sie deshalb gar nicht online gestellt. Und so habe ich von der Marke, die ich zu dem Zeitpunkt haben wollte, noch einige Stücke mehr bekommen.

Meine Tipps für eBay-Kleinanzeigen

Wenn du etwas Schönes vor Ort findest, schau, was die Mami noch anbietet – und frag ruhig nach, ob du dir vielleicht noch mehr ansehen kannst.

Wenn du etwas findest, was zugeschickt werden muss: Achte auf die Formulierung „tier- und nichtraucherfreier Haushalt“. Es gibt nichts Schlimmeres, als ein schönes Babykleid oder ein süßes Jäckchen, auf das man sich so sehr freut. Und dann kommt es an und stinkt nach Rauch. Oder ist voller Tierhaare.
Klar, kannst du die Sachen waschen. Aber ob du den Geruch wirklich beseitigen kannst, ist fraglich. Und Grund 4 für gebrauchte Babykleidung ist dann auch hinfällig.

Wenn dir etwas komisch vorkommt: Finger weg.

Ich persönlich kaufe auch grundsätzlich nur bei Anbietern mit einer guten Bewertung. Alle anderen sortiere ich aus. – Auch wenn die Sachen noch so niedlich sind.

Weitere Quellen für gebrauchte Babykleidung

  • Flohmärkte
  • Second-Hand-Läden (gibt es auch extra für Baby- und Kinderkleidung)
  • Mami-Kontakte
  • andere Bekannte
  • Bekannte von Bekannten
  • Mamikreisel
  • private Tauschabende

Vielleicht konnte ich dir mit dem Artikel ja bei deiner Entscheidung für gebrauchte Babykleidung helfen. Das würde mich wirklich freuen!

Hab es fein liebe Mami!

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