5 Gründe, warum andere (immer) mehr leiden – und du trotzdem jammern darfst

Du kennst das vielleicht: dir geht es gut. Du bist glücklich, Mutter zu sein. Einige denken, bei dir läuft immer alles bestens. Aber manchmal wird auch dir alles zu viel. Oder irgendwas macht dir zu schaffen. Das muss mal raus. Du vertraust dich jemandem an. Und prompt bekommst du zu hören: Was soll ich denn sagen… ich habe…. Du hast doch überhaupt keinen Grund zu jammern. Und sofort fühlst du dich irgendwie schlecht. Schluckst herunter, was du loswerden wolltest und gehst mit einem beklemmenden Gefühl. Gelöst hat das alles nichts. Im Gegenteil… 

Aber sei dir versichert: Es wird sich immer jemand finden, dem es schlechter geht. Irgendwer hat immer mehr Kinder, die viel wilder sind. Irgendwer hat immer weniger Geld, ist mehr allein oder hat mehr Sorgen.

5 Gründe, warum du als Mama auch mal jammern darfst

1. Du bist genau so viel wert wie jeder andere

Du hast das gleiche Recht dich mal zu beklagen, wie jeder andere auch, denn du bist nicht weniger wert. 
Jemandem zuzuhören und ihm Mut zuzusprechen bedeutet so viel:

  • sich Zeit nehmen
  • dem anderen Raum geben
  • den anderen Ernst nehmen
  • Vertrauen aufbauen
  • Geborgenheit spenden
  • eine Stütze sein
  • eine Zuflucht sein

Jemanden kurzerhand abzubügeln heißt, all das nicht geben zu können. Oder nicht geben zu wollen.
Es heißt nicht, dass deine Sorgen, deine Erschöpftheit oder deine Ängste nichts wert sind!

Du darfst jammern!

2. JEDER hat mal einen „Bad-Hair-Day“

Wirklich jeder erlebt mal Tage, an denen nichts zu laufen scheint. Alles geht schief. Nichts funktioniert. Die Kinder sind außer Rand und Band. Im Prinzip nichts Dramatisches. Und trotzdem kann man irgendwann nicht mehr. Alles ist doof. Einfach alles.

Und genau das darf auch mal raus. Die ganzen kleinen Nichtigkeiten, die sonst so souverän gemeistert werden. Auch die summieren sich. Auch die nerven.

Das mag nicht Existenzielles sein. Belasten tut es trotzdem.

Du darfst jammern!

3. Das Meistern von Herausforderungen ist individuell

Wie bist du aufgewachsen? Wer hat dich wie beeinflusst? Welche Möglichkeiten durftest du kennen lernen, Herausforderungen zu bewältigen? Wie ist dein Umgang mit Stress?

Wir alle meistern Herausforderungen unterschiedlich. Die einen vertragen viel Stress, die anderen nicht.
Wann das Maß voll ist, ist absolut individuell. Und so kann es sein, dass dich schon das AUF die Spülmaschine gestellte Geschirr ärgert oder eben erst die drohende Arbeitslosigkeit.

Je nachdem, welcher Typ du bist: es belastet dich. Es macht deinen Alltag ein bisschen weniger leicht. Darüber zu sprechen kann helfen. Einen anderen Blickwinkel aufgezeigt zu bekommen, kann helfen. Und den bekommst du am besten von jemand anderem.

Du darfst jammern!

4. Keine Entschleunigung

Eigentlich beklagst du dich nicht. Hast alles ganz gut im Griff. Aber irgendwann kommt immer wieder der Punkt, an dem dir alles zu viel und du unzufrieden wirst.

Kommt dir bekannt vor?

Vielleicht liegt es daran, dass du immer alles gibst, immer alles perfekt machen möchtest, immer alles unter Kontrolle haben willst.

Das kann unheimlichen Stress verursachen. Gerade, wenn du dir zu wenig Zeit für dich selbst nimmst. Was ja als Mama sowieso mehr als schwierig ist.

Und das darfst du genau so kommunizieren: Alles. Zu. Viel.

Du darfst jammern!

5. Deine Lebenssituation gleicht keiner anderen

Vielleicht bist du es gewohnt, viel Hilfe zu haben. Jemand hilft dir im Haushalt. Dein Kind freut sich, einmal pro Woche einen Tag bei Oma und Opa zu verbringen. Abends übernimmt dein Mann die meisten Aufgaben und du kannst dich ausruhen.

Und dann bricht ein Teil davon weg. Die Großeltern im Urlaub, der Papa auf Dienstreise. Plötzlich musst du zusätzliche Aufgaben meistern. Plötzlich hast du weniger Zeit für dich und deine Bedürfnisse.

Und auch das kann schwer und herausfordernd sein. Ja! Auch wenn deine Mamifreundin drei Kinder statt einem hat, Vollzeit arbeitet und von ihrem Mann getrennt lebt. Auch wenn sie immer alles alleine machen muss. Das gibt ihr nicht das Recht, dich abzuwerten!

Du darfst jammern!

Und somit schließt sich der Kreis.

Hab es fein, liebe Mami. Und denk daran: Du bist genau so viel wert wie jeder andere!

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